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Ausbildung zum Mediengestalter für Digital und Print

Stellen Sie sich unseren Alltag ohne Medien vor: keine Zeitung, kein Buch, kein Fernsehen, kein Rundfunk, keine Litfaßsäulen und ... kein Internet. Wir würden kaum Neuigkeiten erfahren und wenig zu sehen und zu hören bekommen.

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In unserer modernen Medienlandschaft werden Informationen nicht nur durch Printmedien verbreitet, sondern auch für andere Ausgabe- und Speichermedien wie CD-ROM, Datenbanken oder Online-Dienste aufbereitet. An der Umsetzung all dieser Medienformen ist der Mediengestalter beteiligt. Er bereitet vorhandene digitale und analoge Daten, wie Texte, Bilder, Grafiken auf und kombiniert sie unter grafischen Aspekten mit Audio- und Videodaten für multimediale Produkte. Dabei steht der gewünschte Kommunikationszweck im Vordergrund.

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Während der in der Regel dreijährigen Ausbildung wird ein umfangreiches Grundwissen vermittelt, das vom technischen Know-how bis zu kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen reicht. Der Mediengestalter für Digital- und Printmedien kann sich abhängig von der Betriebsstruktur auf eine von vier Fachrichtungen spezialisieren: Medienberatung, Mediendesign, Medienoperating und Medientechnik unterscheiden sich in den Tätigkeitsschwerpunkten. Die Fachrichtung Medienberatung umfasst neben der typografischen und bildtechnischen Gestaltung auch Aufgaben in der kaufmännischen Auftragsabwicklung wie Preiskalkulation und Angebotserstellung. In der Fachrichtung Mediendesign liegt der Schwerpunkt auf der Gestaltung des typografischen Layouts. Darüber hinaus bestimmt der Mediendesigner den Bildausschnitt, die Bildgröße und die Aufteilung von bedruckter und freier Fläche. Medienoperating beinhaltet elektronische Bilddatenbearbeitung und hat als Hauptaufgabe die medienneutrale Datenhaltung und Steuerung der Datenaufbereitung für verschiedene Ausgabearten sowie Herstellen von Druckformen. Die vierte Fachrichtung, Medientechnik, beschäftigt sich unter anderem mit der Installation von Hard- und Software für Produktionsprozesse sowie der analogen und digitalen Datenausgabe.

Um weitere Spezialisierung zu ermöglichen wird zwischen dem Print- und Nonprintbereich unterschieden. In allen vier Fachrichtungen wird hauptsächlich am Computer gearbeitet.

Lernort Betrieb

Mediengestaltet arbeiten in Werbe- und Medienagenturen, Verlagen, Druckereibetrieben, Grafikbüros, Computeragenturen, Werbeabteilungen größerer Unternehmen oder in Film- und Fernsehanstalten. Dort lernen sie u. a. Gestaltungsgrundsätze, wie man die Wirkung von Schriften beurteilt und Farben als Gestaltungsmittel einsetzt, ebenso das lesegerechte Gestalten von Texten, Tabellen und Diagrammen sowie die Datenkonvertierung für die Mehrfachnutzung. Im 3. Ausbildungsjahr erfahren sie, wie analoge Daten digitalisiert werden, wie man Gestaltungskonzepte entwickelt, präsentiert und begründen und wie man Medienprodukte präsentationsreif gestaltet.

Lernort Schule

Der theoretische Teil der Ausbildung findet überwiegend in der Berufsschule statt. Der Unterricht erstreckt sich von den allgemeinbildenden Fächern (Deutsch/Kommunikation, Religion, Sozialkunde/Wirtschaftslehre, Präsentationstechnik und Englisch) bis zum berufsbezogenen Unterricht, der sich in den verschiedenen Lehrjahren in unterschiedliche Lernfelder aufteilt. Diese lassen sich teilweise nur schwer gegeneinander abgrenzen, deshalb wird häufig fächerübergreifend gearbeitet. Allgemein gilt für den Unterricht, dass ein Großteil der Zeit mit Gruppenarbeiten und handlungsorientierten Übungen am Computer zugebracht wird.

Was Sie erreichen können

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung vor der IHK hat man die Möglichkeit in einem der vorgenannten Betriebe als Mediengestalter zu arbeiten. Mit etwas Berufserfahrung kann man im Betrieb über den Junior Art Director bis zum Art Director aufsteigen. Weiterbildungsmöglichkeiten sind neben dem Studium (Grafik-Design, Kommunikations-Design u. a.) Ausbildungsgänge zum Industriemeister, zum Medienfachwirt oder zum Medientechniker. Letzterer Ausbildungsgang wird auch an der BBS GHS Koblenz angeboten.

Was Sie mitbringen sollten

Wenn Sie eine Ausbildung zum Mediengestalter beabsichtigen, sollten Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • guter Realschulabschluss
  • Kreativität
  • gutes Farb- und Formempfinden
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • schnelle, gute Auffassungsgabe im technisch-kreativen Bereich
  • Spaß an Design und Technik
  • Flexibilität, Ausdauer, Belastbarkeit
  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbereitschaft
  • Fleiß, Eigeninitiative
  • Spaß an organisierender, planender Tätigkeit
  • Interesse und Spaß an Computerarbeit

Mehr Informationen zu aktuellen Projekten und dem Schulleben der Druck- und Medienklassen finden Sie in unserem Schulblog "Juwel".

Weitere Infos unter:

http://www.mediengestalter2000plus.de/ und beim Bundesverband für Druck und Medien.

Die Julius-Wegeler-Schule beteiligt sich am Projekt „Grafik macht Schule“.

Das Projekt »Grafik macht Schule« ist ein Beitrag von PSD-Tutorials (www.psd-tutorials.de) zu mehr Bildung im Grafik- und Medienbereich und deren Hilfe für einen besseren Berufseinstieg.

Für diesen Zweck wurden mehrere Trainings konzipiert, die Lernende systematisch in die Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop, die Layoutbearbeitung mit Adobe InDesign und in das Grafik-Design mit Adobe Illustrator einführen.

 

Mehr Infos darüber gibt es hier: www.grafik-macht-schule.de