Gestalter/in für visuelles Marketing

1. Geschichte und Entwicklung

Mit der Industriellen Revolution ( um 1800 ) wurden neue Techniken im Bau ermöglicht und die ersten fest verglasten Schaufensterräume in Handelshäusern gefertigt. Mit dem ersten Warenhaus in Deutschland begann 1874 die besondere, kunden-ansprechende Warenpräsentation, die zu diesem Zeitpunkt von Wanderdekorateuren ausgeführt wurde. 1903 wurde erstmals an der Kunstschule Berlin das Lehrfach Reklamekunst angeboten und 8 Jahre später die Fachschule für Dekorationskunst ebenfalls in Berlin eröffnet. Der Ausbildungsberuf „Schaufenstergestalter“ wurde 1925 eingeführt, woraufhin ein Jahr später der Bund deutscher Schaufensterdekora-teure (BDS) gegründet wurde. Circa 30 Jahre später wurde das Berufsbild neu geordnet und weitere 30 Jahre später umbenannt in „Schauwerbegestalter“. Erst 2004 wurde der Beruf modernisiert und umbenannt zu „Gestalter für visuelles Marketing“.

2. Vorstellung des Berufsfeldes

Die Hauptaufgabe als Schauwerbegestalter bzw. als Gestalter für visuelles Marke-ting ist die wirkungsvolle zur Schaustellung von Waren in Schaufenstern und Ver-kaufsräumen bzw. Messen und Ausstellungen.

Auch Podeste werden gefertigt und Eye-Catcher verwendet. Handwerkliche Arbeiten, wie Bespannungen, Tapezieren und Streichen, erfordern und praktisches Können. Unter den Gesichtspunkten und Grundsätzen der Gestaltung und Werbung wird die Ware vorgestellt und wortwörtlich ins rechte Licht gerückt, um den Verkauf zu för-dern. Das theoretische Wissen erlernt man im Betrieb und der Berufsschule, jedoch sollte man Sinn für Farben und Formen, Improvisationsgeschick, kreative Ideen und viel Vorstellungskraft, also generell künstlerische Begabung mitbringen.

Durch die Modernisierung haben sich die Lernfelder durch die neue Technik und die neuen Ansichten der Gestaltung verändert. Auch Kalkulation, Entwürfe und Planung gehören zu den Aufgaben eines Gestalters für visuelles Marketing bzw. die gesamte Arbeitsorganisation, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Sowie arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen und der richtige Umgang mit Werkstoffen, Werkzeugen und Geräten.

3. Änderung einhergehend mit neuer Berufsbezeichnung

Mit der Änderung vom „Schmücker“ zum professionellen Gestalter gab es viele Neu-heiten, wie zum Beispiel durch neue Technik verstärkte berufsbezogene It-Anwen-dung (Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogramme) und dadurch auch „Fach-englisch“. Des Weiteren wurden auch kaufmännische Inhalte integriert, die halfen mit kommunizieren des Betrachters den Verkauf zu fördern und sich zeitgemäß den Zielgruppen anzupassen. „Schauwerbung“ wurde somit zum „visuellen Marketing“.

Trotz des breit gefächerten Berufsfeldes ging die Anzahl der Auszubildenden vom Jahr 1991 mit 3500 bis zum Jahr 2004 auf nur noch 150 Auszubildende zurück. Doch das Interesse steigt stetig an.

 

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