Hauswirtschafter | Hauswirtschafterin

Lena befindet sich im 2. Ausbildungsjahr zur Hauswirtschafterin. Sie wird in einem Seniorenheim ausgebildet und ist zur Zeit in der Küche und im Service tätig. Hier lernt sie vollwertige Speisen (Vollkostmenüs oder auch vegetarische Alternativen) und auch Diätkost zuzubereiten. Lena stellt sich auf die Wünsche und Eigenarten der älteren Menschen ein; je nach Gesundheitszustand gibt sie Hilfestellung bei der Speiseneinnahme. Durch ihre freundliche und offene Art, aber auch durch eine ansprechende, z.B. jahreszeitliche Raumgestaltung tragen sie und ihre Mitarbeiter zum Wohlbefinden – zur Lebensqualität der älteren Menschen bei.

Können auch Sie sich vorstellen in einem Seniorenheim oder auch einem Behindertenwohnheim Menschen zu versorgen und zu betreuen, dann ist der Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in das Richtige für Sie. Außerdem stehen Ihnen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen.

Was erwartet Sie?

Die Ausbildung zum/r Hauswirtschafter/in dauert 3 Jahre. Sie werden im dualen System ausgebildet, d.h. an den zwei Lernorten Berufsschule und Betrieb. Die verschiedenen hauswirtschaftlichen Betriebe bzw. Ausbildungsbetriebe (z.B. Altenheim, Behindertenwohnheim, Krankenhaus, Jugendherberge, Kurklinik, Bildungssätte u.a.) vermitteln überwiegend die fachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten. In der Berufsschule werden im berufsbezogenen Unterricht und im allgemeinbildenden Unterricht vor allem fachtheoretische Kenntnisse vermittelt.

Lernort Betrieb

Der Beruf des/der Hauswirtschafters/in ist sehr vielseitig. In den folgenden Arbeitsbereichen werden hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen und hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen erbracht:

  • Küche
  • Service
  • Hauspflege und Hausgestaltung
  • Textilpflege
  • Betreuung
  • Verwaltung.

Grundlegend für alle Arbeitsbereiche sind Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Hygiene, der Arbeitsplatzgestaltung und der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes und der Ökonomie. Die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen werden kunden- bzw. personenorientiert erbracht und ihre Qualität ständig überprüft.

Lernort Schule

Der Schulunterricht wird zur Zeit in Blockform erteilt, d.h. 1., 2. und 3. Ausbildungsjahr besuchen die Schule für jeweils eine Woche im Wechsel. Im berufsbezogenen Unterricht werden im Laufe der 3 Ausbildungsjahre insgesamt 13 Lernfelder erarbeitet. Die verschiedenen Lernfelder entsprechen den vielfältigen betrieblichen Aufgaben eines/r Hauswirtschafters/in wie z.B.:

  • Lernfeld 2: Güter und Dienstleistungen beschaffen
  • Lernfeld 4: Speisen und Getränke herstellen und servieren
  • Lernfeld 6: Personengruppen zu unterschiedlichen Anlässen versorgen
  • Lernfeld 9: Wohnumfeld und Funktionsbereiche gestalten
  • Lernfeld 11: Personen individuell betreuen

Der allgemeinbildende Unterricht umfasst die Fächer Deutsch/Kommunikation, Sozialkunde/Wirtschaftslehre, Religion und Sport.
 Sowohl in der Berufsschule wie auch im Betrieb sollen Ihre Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen erweitert werden. Wir fördern das Arbeiten in Teams, üben Präsentationtechniken ein, führen Projekte durch, planen und organisieren Arbeitsabläufe, arbeiten auch am PC usw.

Mehr Informationen zu aktuellen Projekten und dem Schulleben der Huaswirtschaftsklassen finden Sie in unserem Schulblog "Juwel".

Was sollten Sie mitbringen?

Sie sollten mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Der erfolgreiche Besuch eines Berufsgrundschuljahres oder einer Berufsfachschule im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft kann als 1. Ausbildungsjahr auf die Ausbildung zum/r Hauswirtschafter/in angerechnet werden.

Sie sollten Freude und Geschick im Umgang mit Menschen haben, Organisationstalent und Kreativität mitbringen und bereit sein, in einem Team zu arbeiten.

Was können Sie erreichen?

Die Ausbildung endet mit einer schriflichen und einer praktischen und gegebenenfalls einer mündlichen Ergänzungsprüfung.

Wenn Sie einen Hauptschulabschluss einschließlich 5 Jahren Englischunterricht haben, die Prüfung bestehen und im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Notendurchschnitt von 3,0 haben, dann können Sie sich den Sekundarabschluss I anerkennen lassen.

Je nach Schulabschluss stehen Ihnen nun auch verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen wie z.B. zum/r Hauswirtschaftsmeister/in, zum/r Hauswirtschaftlichen Betriebsleiter/in, zum/r Familienpfleger/in, zum/r Heilerziehungspfleger/in oder zum/r Alternpfleger/in.

Hauswirtschafter/in ist ein Beruf mit Zukunft und hauswirtschaftliche Dienstleistungen werden immer mehr nachgefragt. Denn: Hauswirtschaft schafft Lebensqualität! Weitere Informationen finden Sie bei der Landesarbeitsgemeinschaft für hauswirtschaftliche Bildung (LAG) und bei allen hauswirtschaftlichen Berufsverbänden.