Berufliches Gymnasium

Allgemeines

Seit dem Schuljahr 2003/2004 ergänzt das Berufliche Gymnasium (BG) mit den beiden Bildungsgängen Gesundheit und Soziales sowie Technik, Schwerpunkt Umwelttechnik oder Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik, das vielfältige Angebot an Schulformen der Julius-Wegeler-Schule.

Das Bildungsangebot umfasst zusätzlich zu den bekannten allgemein bildenden Fächern auch jeweils bildungsgangspezifische, berufsorientierte Lerninhalte. Der erfolgreiche Besuch der gymnasialen Oberstufe führt zur Allgemeinen Hochschulreife.

Die Berechtigung zum Studium an einer Fachhochschule kann erwerben, wer mindestens die Jahrgangsstufe 12 erfolgreich durchlaufen hat und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein einjähriges, angeleitetes Praktikum nachweisen kann.

Pädagogische Konzeption

Arbeitsgrundlage im BG bilden fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen in Anlehnung an die Epochalen Schlüsselprobleme von Wolfgang Klafki. Dementsprechend bietet der Unterricht dem Lernenden eine fundierte, den Anforderungen des Gymnasiums entsprechende Bildung mit dem Ziel, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Mehr erfahren

BG Umwelttechnik
BG Gesundheit und Soziales
BG Gestaltungs- und Medientechnik

Aufnahmevoraussetzungen

In das berufliche Gymnasium kann aufgenommen werden, wer den qualifizierten Sekundarabschluss I erreicht hat. Dieser kann nachgewiesen werden durch das ...

  • Abschlusszeugnis der Realschule
  • Abschlusszeugnis der 10. Klasse der Hauptschule
  • Besondere Abgangszeugnis der Klasse 10 des Gymnasiums
  • Abschlusszeugnis der zweijährigen Berufsfachschule
  • Abschlusszeugnis der Berufsschule auf Grund des § 10 der Berufsschulverordnung
  • Zeugnis über die Berechtigung nach § 15 der LV über die Integrierten Gesamtschulen
  • Versetzungszeugnis nach Klasse 11 des Gymnasiums

Darüber hinaus muss das Bewerbungszeugnis (Ausnahme: Versetzungszeugnis nach Klasse 11 des Gymnasiums) mindestens die Durchschnittsnote 3,0 aufweisen und in den Fächern Englisch, Deutsch sowie Mathematik darf keine Note unter ausreichend liegen.

Ist die Anzahl der Bewerber höher als die Zahl der zu vergebenden Schulplätze, entscheidet die Durchschnittsnote des Bewerbungszeugnisses über die Vergabe der Plätze. Wartezeiten und besondere soziale Härten können die Durchschnittsnote verbessern.

Organisation der gymnasialen Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe des beruflichen Gymnasiums umfasst drei volle Schuljahre. In einer einjährigen Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) findet der Unterricht im Klassenverband statt. Heterogene Voraussetzungen der SchülerInnen sollen in dieser Phase ausgeglichen und eine fundierte Basis für die erfolgreiche Arbeit in den Folgejahren angelegt werden (s. Stundentafel Gesundheit und Soziales oder Umwelttechnik/Gestaltungs- und Medientechnik).

Die zweijährige Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12 und 13) ist im Kurssystem organisiert. Hierbei wird nach Grund- und Leistungsfächern differenziert. Als erster Leistungskurs muss ein bildungsgangspezifisches, berufsorientiertes Fach gewählt werden (vgl. Fächerkombinationstafel Gesundheit und Soziales oder Umwelttechnik/Gestaltungs- und Medientechnik).

Verbindliche Klassen- und Studienfahrten

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 findet im Klassenverband eine maximal dreitägige Veranstaltung zum Kennenlernen außer Haus statt.

In der Qualifikationsphase (im Halbjahr 12/2 innerhalb der letzten vier Schulwochen) werden in den jeweiligen Stammkursen einwöchige Studienfahrten durchgeführt, die das Verständnis für fest umrissene Themen durch unmittelbare Studien an Ort und Stelle vertiefen und durch konkrete Anschauung bereichern sollen.

Unterschiede zum allgemein bildenden Gymnasium

  • drei volle Schuljahre führen zum Abitur
  • der Unterricht im Kurssystem beginnt erst in der Jahrgangsstufe 12
  • erstes Leistungsfach muss immer ein bildungsgangspezifisches, berufsorientiertes Fach sein
  • Informationsverarbeitung ist während der gesamten Qualifikationsphase verpflichtend zu belegen
  • falls eine 2. Fremdsprache in Klasse 7 - 10 nicht durchgehend nachgewiesen wird, ist diese ebenfalls obligatorisch bis einschließlich Klasse 13.
  • das obligatorische künstlerische Fach (Darstellendes Spiel, Kunst oder Musik) wird grundsätzlich als Jahreskurs in der Jahrgangstufe 12 erteilt

Anmeldung

Anmeldungen sind jeweils bis zum 1. März eines jeden Jahres im Schulbüro einzureichen. Weitere Einzelheiten zum Anmeldeverfahren erfahren Sie telefonisch über das Schulbüro Außenstelle Finkenherd (Tel.-Nr. 0261-200 251 20).

Nähere Informationen zur pädagogischen Konzeption und zum Profil der Bildungsgänge

Die Entwicklung einer verbindlichen pädagogischen Konzeption und ein den jeweiligen Bildungsgängen zu Grunde liegendes charakteristisches Profil erfordert die aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen von Schule auf der Grundlage des bestehenden Leitbildes der Julius-Wegeler-Schule.

Der Umgang und Austausch mit verschiedenen Sichtweisen von Schule ermöglicht Lern- und Reflexionsprozesse und fördert damit Entwicklungen im Sinne einer lernenden Organisation. Dies dient der Anbahnung intensiver Kommunikationsprozesse und ermöglicht gleichzeitig die gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten.

Eine verbindliche pädagogische Konzeption verknüpft mit den spezifizierten Profilen der jeweiligen Bildungsgänge des Beruflichen Gymnasiums veranschaulicht seine Besonderheiten und Stärken, dient der Transparenz des Bildungsangebotes und verdeutlicht charakteristische Merkmale unseres Gymnasiums für zukünftige Schülergenerationen. Sie liefert die Basis für verbindliches Handeln.Das Handeln wird geprägt vom Engagement der Lernenden und Lehrenden, der Qualität des Unterrichts, dem Miteinander, den außerunterrichtlichen Aktivitäten und einer kontinuierlichen Evaluation. Diese Elemente führen zu einer differenzierten Gesamtwahrnehmung der beiden Bildungsgänge des Beruflichen Gymnasiums in Schule und Öffentlichkeit und ermöglichen langfristige Entwicklungsprozesse.

Formulare für das Praktikum in Jahrgangsstufe 11

application/pdf Praktikumsbericht - Deckblatt- 2017.pdf (284,3 kB)

application/pdf Praktikumsbericht 2017.pdf (377,6 kB)

application/pdf Praktikumsbeurteilung-2017.pdf (385,4 kB)

application/pdf Unfallversicherung.pdf (64,0 kB)