El día de los muertos – Erster feelgood@school-Tag des Teams Spanisch

von

Von Debora Vogt

Unter dem Titel „feelgood@school: expresar, vivir y tratar con emociones en el contexto del día de los muertos y de la escuela“ (= Gefühle beschreiben, erleben und mit ihnen im Kontext des „día de los muertos“ sowie der Schule umgehen lernen) ist eine erste kleine feelgood-Lernreihe des Teams Spanisch durchgeführt worden. Im Rahmen der Lernreihe, deren Höhepunkt sicherlich die „día de los muertos“-Feier darstellte, waren die Schüler eingeladen, ihre Gefühle/Emotionen sowie die anderer Personen wahrzunehmen und zu beschreiben, sie im spanischsprachigen Kulturraum durch die Planung und Teilnahme an einem Projekt zum „día de los muertos“ selbst zu erleben und nicht zuletzt zu lernen, in einem Tagebucheintrag zu dem Erlebten über ihre Gefühle zu reflektieren, sie einzuordnen und schlussendlich Strategien zu entwickeln, um mit den eigenen Gefühlen/Emotionen (auch im Kontext Schule) umzugehen.

Das Thema „Tod“ ist bei uns in Europa oftmals mit Trauer, Schmerz, Verlust und der Farbe Schwarz verbunden. Nicht so in Mexiko – die Mexikaner begehen den „día de los muertos“ (= Tag der Toten), der ein Äquivalent zum katholischen „Allerheiligen“ darstellt und Totenriten der Mayas und Azteken aufgreift als „celebración de la vida“ (= Feier des Lebens). Die Mexikaner begrüßen den Tod als Freund in ihrer Mitte, sie ziehen singend, feiernd und tanzend in farbenfrohen Gewändern sowie aufwendig geschminkt durch die Straßen. Sie gedenken ihrer geliebten Verstorbenen, indem sie ihnen bunt geschmückte Altäre widmen, die sie mit Blumen, Kerzen, Kreuzen, Bildern und persönlichen Gegenständen sowie deren Lieblingsspeisen und Getränken bestücken. Diesen positiven, lebensfrohen Umgang mit dem Thema „Tod“ haben wir zum Anlass genommen und mit drei 12er Spanischkursen eine eigene „día de los muertos“- Feier organisiert und begangen. So konnten selbstgebaute Altäre bestaunt, nach der Ansicht eines Erklärvideos eines Schülers, das neue Wissen in Kahoot- und Memoryspielen getestet, sich durch das Gestalten eigener Masken kreativ ausgelebt werden sowie selbstgebackene Spezialitäten wie das „pan de muerto“ (= Totenbrot) probiert werden. Ein weiteres Highlight stellte die Kooperation mit den Auszubildenden des Frisör-/Maskenbildnergewerbes dar, die die Schüler dem „día de los muertos“ entsprechend geschminkt und gestylt haben. In diesem Sinne konnten unsere Klassen erleben, wie andere Kulturkreise mit dem für uns belastenden Thema „Tod“ umgehen und ihm durch ihre lebensbejahende Sichtweise, den Schrecken nehmen.

Und so hat ein Schüler des Spanischkurses SPA_GK_3 BGY 20 unsere „día de los muertos“- Feier erlebt:

Am Freitag den 29.10 feierten wir den Tag der Toten an der Julius Wegeler Schule. Um diesen Tag dementsprechend zu feiern, wie es die Leute in Mexiko tun, haben wir uns alle entweder eine Schädelmaske aufgesetzt, uns einen abwaschbaren Schädel tätowieren lassen, oder gar einen Schädel auf das Gesicht malen lassen. Wie in Mexiko auch, haben wir dieses Fest mit typischer „día de los muertos“-Musik gefeiert und nicht nur das, es wurde auch an genug Verpflegung für die Toten gedacht. Um den speziellen Tag noch etwas zu vertiefen, wurden verschiedene Stationen angeboten, an denen es verschiedene Aufgaben zu bewältigen gab. Als Fazit kann man sagen, dass der Tag der Toten ein ganz spezielles Fest ist, nicht so traurig und trostlos, wie wir Allerheiligen hier in Deutschland feiern - nein- man veranstaltet ein Fest für seine Liebsten und in Wahrheit finde ich das viel besser! Man konnte beobachten, wie viel Spaß wir Schüler und unsere Lehrer hatten, obwohl wir das Fest nicht genau so gefeiert haben, wie es in Mexiko getan wird (Fabrizio).

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