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17. April 2026

Daumen hoch für die Julius-Wegeler-Schule! BBS in Koblenz überzeugt beim Präventionspreis erneut mit „feelgood@school“

Die Julius-Wegeler-Schule (JWS) in Koblenz hat das Kunststück geschafft, den Präventionspreis der Unfallkasse RheinlandPfalz (UK RLP) gleich zweimal in Folge zu gewinnen. Ausgezeichnet wurde erneut das schulinterne Gesundheits- und Präventionskonzept „feelgood@school“ – ein Programm, das seit Jahren wächst, sich weiterentwickelt und an der Berufsbildenden Schule längst zu einem zentralen Bestandteil der Schulkultur geworden ist.
Wenn Schule belastet
„Viele Schüler haben Angst davor, in die Schule zu gehen“, beschreibt Projektleiter Aaron Willems die Ausgangslage. „Prüfungsstress, Leistungsdruck und psychische Erkrankungen sind die Folge. An der JWS Koblenz möchten wir dem mit dem Programm ‚Mind Matters‘ begegnen und die Schüler resilienter machen gegen Stress und für mehr Gesundheit sorgen.“ Mind Matters, ein wissenschaftlich entwickeltes und in der Praxis erprobtes Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Schule, ist ein gemeinsames Projekt der Krankenkasse Barmer, der UK RLP, der rheinland-pfälzischen Ministerien für Bildung sowie Wissenschaft und Gesundheit, des Pädagogischen Landesinstituts und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung
2018 startete die JWS mit einem Pilotprojekt im Beruflichen Gymnasium: Lehrkräfte wurden geschult, Materialien angepasst, Module erprobt. Aus dem MindMattersAnsatz entwickelte sich so Schritt für Schritt das umfassende Konzept „feelgood@school“. Seit 2019 wird es in allen elften Klassen des Beruflichen Gymnasiums eingesetzt – und inzwischen auch in der Berufsvorbereitung, der Berufsschule und der Höheren Berufsfachschule.
Ein Konzept, das ständig wächst
„Ziel unseres Programms ist es, im Rahmen einer fürsorglichen Schulkultur das Lehren und Lernen zu verbessern und die Bildungsqualität zu steigern“, so Willems. Heute umfasst „feelgood@school“ fundierte MindMattersMaterialien für Lehrkräfte, Workshops zu Themen wie Achtsamkeit, Lampenfieber, Ernährung, „Lernen lernen“ oder Umgang mit psychischen Erkrankungen, eine Webseite, einen InstagramKanal und eine Wandzeitung, interne Expertinnen und Experten im Kollegium, etwa in Gewaltprävention oder Streitschlichtung, eine intensive Kennenlernphase in allen Bildungsgängen, den jährlichen Resilienztag „JWS macht stark“ und Angebote zur Lehrergesundheit wie Yoga, Krafttraining, Wandern und das neue „JWS get together“.
Was die Jury überzeugt hat
Was die Jury der UK RLP besonders gewürdigt hat, ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzepts seit 2018. Auch die Nutzung interner Expertise (etwa durch einen systemischen AntiGewaltTrainer und eine qualifizierte Schülerstreitschlichterin), die Vielfalt der Themen (von Stressbewältigung über Ernährung bis Gewaltprävention) und die Einbeziehung aller – sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte – waren ausschlaggebend für die erneute Auszeichnung. Die JWS setze damit das DGUVFachkonzept „Mit Gesundheit gute Schulen entwickeln“ vorbildlich um und sei zugleich ein Paradebeispiel für das Landesprogramm „Gesunde Schule RheinlandPfalz“. Zudem unterstützt die Schule die UK RLP regelmäßig als BestPracticePartner – etwa in Fachartikeln, Workshops oder bei der Kampagne „Jugend will sicherleben“.
Nachweisbare Wirkung und ein starkes Wir-Gefühl
Die Schule evaluiert das Programm regelmäßig. Die Ergebnisse sind eindeutig: weniger Prüfungsstress, weniger Leistungsdruck, mehr Zusammenhalt. Willems beschreibt es so: „Wir beobachten in allen Klassen – bei allen individuellen Unterschieden – eine Verbesserung hinsichtlich von Prüfungsstress und Leistungsdruck. Zudem hat sich die Klassen- und Schulgemeinschaft enorm verbessert, sodass ein WirGefühl und eine Identifikation mit der Schule entsteht.“ Die enorme Reichweite gelte auch für die Lehrpersonen, die durch Resilienztage, das „JWS get together“ und Sportangebote resilienter werden gegen die Burn-out-Gefahr.
In diesem Jahr erhält die Schule deshalb nicht nur die PräventionspreisPlakette, sondern – auf Empfehlung der Jury – auch eine erhöhte Prämie von 2000 Euro. Mit dem Präventionspreis zeichnet die UK RLP seit 2009 Einrichtungen aus, die sich in besonderer Weise für Sicherheit und Gesundheit einsetzen. Der Preis richtet sich an alle Mitglieder der Unfallkasse – von Schulen über Kommunen bis hin zu Hochschulen. Jährlich werden bis zu 20.000 Euro vergeben. Weitere Informationen zur Teilnahme sind unter www.ukrlp.de (Webcode 1237) abrufbar.

Auf dem Bild oben ist zu sehen: Dave Paulissen (von links) und Marvin Klatt von der UK RLP überreichten die Plakette an Alexandra Paus, Aaron Willems und Alexander Faust.

Foto: Andreas Sprekelmann