Am 12. und 13.11.2025 fand in der Julius-Wegeler-Schule und im Garten Herlet ein besonderes und von Beginn an demokratisch geplantes Lern- und Begegnungsformat statt: Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der „Koblenzer Wochen der Demokratie 2025“ setzten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse BSML24a+b des Fachbereichs Farbe+Raum/Maler- und Lackiererinnen aktiv mit den Grundwerten demokratischen Handelns auseinander. Statt Unterricht im Klassenzimmer gab es Workshops, Gesprächsinseln, kreative Aktionen und viel Raum für eigene Ideen.
Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir am ersten Tag zunächst mit einer Ideensammlung und Gesprächsrunde zu verschiedenen Leitfragen, wie z.B: „Was bedeutet Demokratie für mich persönlich?“. Es ging es um Themen wie Mitbestimmung, Meinungsfreiheit, Zivilcourage und die Frage, wie demokratische Werte im Alltag konkret gelebt werden können. Gemeinsam erarbeiteten wir, was Demokratie für jede/n von uns persönlich bedeutet und wie wir unsere Erkenntnisse in einem künstlerischen Grafitti oder StreetArt-Stencil umsetzen können.
Besonders eindrucksvoll war auch der Graffiti-Workshop, der vom Writer „Bone Ink One“, einem Schüler der Klasse BSML24a, geleitet wurde. Er teilte seine Erfahrungen, erklärte Techniken und unterstützte die Teilnehmenden dabei, eigene kreative Statements zum Thema Demokratie zu gestalten.
Auch die Schülerin Wiktoria Rocznik (Medienbeauftragte) und der Schüler Winfried Ruck (Logistik) waren als Verantwortliche am Projekt von Beginn an mit verantwortungsvollen Aufgaben eingebunden und betraut. Durch ihre Beteiligung wurde deutlich, wie demokratisches Miteinander und ein Lernen auf Augenhöhe gelingen kann.
Ein Highlight des zweiten Projekttags war die gemeinsame Aktion mit den beiden Gärtner-Klassen BSGÄ25a+b, die als Workshopteilnehmerinnen im Garten Herlet in der Altstadt von Koblenz dazukamen. Die entwickelten Statements zu demokratischen Grundwerten wurden dort sichtbar präsentiert. So wurde der öffentliche Raum zum Lernort und gleichzeitig zu einem Zeichen für Vielfalt und Respekt.
Zum Abschluss eines jeden Tages kamen alle Beteiligten zu einer Reflexionsrunde, angeleitet von Johanna Schröder (Schulsozialarbeit JWS) zusammen. Einige äußerten hier u.a., dass sie Demokratie nun nicht mehr als „großes abstraktes Konzept“ sehen, sondern als etwas, das im Kleinen beginnt: Durch Zuhören, gesehen werden, Rücksichtnahme, Toleranz, Verantwortungsübernahme und den Mut, seine Haltung zu zeigen.
Fazit: Die beiden Projekttage haben gezeigt, wie wertvoll es ist, Demokratie nicht nur klassisch im Unterricht zu thematisieren, sondern von der Planung bis zur Durchführung solch eines Projekts praktisch erfahrbar zu machen. Die Veranstaltung stärkte das Bewusstsein dafür, dass jede und jeder Mensch einen Beitrag leisten kann – in der Schule, im Betrieb, im Freundeskreis und im gesellschaftlichen Miteinander.
Alle Werke werden vom 04.-11.12.2025 in einer gemeinsamen Ausstellung in der Alten Mensa der Beatusstraße gezeigt. Beachtet die aushängenden Plakate und kommt vorbei!
Wir danken:
- dem Jugendbeirat „Demokratie Leben“ Koblenz für das Einstufen unseres Projektes als förderungsfähig,
- Frau Gabi Born vom Verein der Freunde des Garten Herlet e.V. für die Unterstützung,
- dem Förderverein der JWS für die Unterstützung,
- Frau Milena Waadt von der Stadt Koblenz für die Koordination des Programms „Demokratie leben!“ und der „Koblenzer Wochen der Demokratie 2025“
- sowie natürlich den wichtigsten Personen: Den am demokratischen Prozess und an der Planung mitwirkenden sowie den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz, ihre Offenheit und ihren Mut, Demokratie gemeinsam sichtbar und lebendig zu machen.












Text und Fotos: Wiktoria Rocznik, Susanne Kleiner, Mariana Zöller, Johanna Schröder
Video: Wiktoria Rocznik (BSML24a)