Das Montage- und Dienstleistungszentrum (MDZ) von INGEPA in Bad Ems beteiligt sich unter dem Motto „Hand in Hand“ an Inklusionsprojekten berufsbildender Schulen in Koblenz und Andernach. Auch die Julius-Wegeler-Schule war Teil dieser besonderen Kooperation. Unterstützt wurde das Projekt durch den Förderverein der JWS, der die Anschaffung notwendiger Materialien ermöglichte und damit einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung leistete.
Den Auftakt der Projektreihe bildete ein Tag an der BBS August-Horch-Schule in Andernach. Gemeinsam mit Schülern des Berufsvorbereitungsjahres fertigten Klienten des MDZ in der Metallwerkstatt individuell gestaltete Seifenschalen an. Der Projekttag stand im Zeichen von Offenheit, gegenseitigem Respekt und Teilhabe. Begleitet wurde das Projekt von Referendar René Weber von der BBS Andernach, während Nadine Streegels vom MDZ Bad Ems die Klienten unterstützte. Begrüßt wurden die Gäste von Thomas Weber, stellvertretendem Schulleiter der BBS Andernach. „So wird Inklusion lebendig“, sagte er. „Projekte wie dieses zeigen, wie bereichernd Zusammenarbeit zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ist.“
Eine Woche später setzte die Julius-Wegeler-Schule die Kooperation fort. Geleitet wurde das Projekt von Referendarin Cecilia Jurcut. Fünf Klienten des MDZ stellten gemeinsam mit Schülern des Berufsvorbereitungsjahres feste Shampoos und Bodylotions her. Die Produkte wurden individuell mit ätherischen Ölen verfeinert, sorgfältig verpackt und durften anschließend mit nach Hause genommen werden. Die gemeinsame Arbeit zeigte, wie wertvoll individuelle Stärken sind: handwerkliche Fähigkeiten, Kreativität, Geduld, Genauigkeit und soziale Kompetenzen ergänzten sich gegenseitig und führten zu hochwertigen Ergebnissen.
Die Druckerei von INGEPA unterstützt die Inklusionsprojekte zusätzlich mit der Gestaltung und Herstellung von Anhängern für die Produkte, die die Klienten gemeinsam mit den Berufsschülern hergestellt haben. Die Anhänger tragen das Motto „Hand in Hand“.
Unter dem Namen INGEPA bietet die Stiftung Scheuern (Nassau) inklusive gemeindepsychiatrische Angebote für Menschen mit psychischer Erkrankung an. Dazu gehört auch die berufliche Rehabilitation im Rahmen einer Tätigkeit im Montage- und Dienstleistungszentrum sowie in der Druckerei in Bad Ems.
Das Projekt „Hand in Hand“ hat eindrücklich gezeigt, wie unkompliziert und bereichernd inklusive Zusammenarbeit sein kann – und wie wertvoll Lernorte sind, in denen Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als Stärke verstanden wird.






Text und Fotos: Cecilia Jurcut