Gemeinsam mit unseren Lehrerinnen Frau Bamberg und Frau Klein unternahmen wir eine Exkursion zur Heimtextilmesse, die jährlich in Frankfurt am Main stattfindet. Sie bietet alles rund um textile Raumgestaltung: Stoffe aller Art, bereits angefertigte Bettbezüge, Kissen und Matratzen sowie Teppiche und viele weitere Haushaltstextilien. Für uns als angehende Raumausstatter sind vor allem die Materialien interessant, die später verarbeitet werden. Neben neuen und alten Trends konnten wir innovative Materialverarbeitungen entdecken und persönlichen Kontakt zu Designschaffenden knüpfen.
Erschlagen von dem riesigen Messegelände bestand die erste Herausforderung zunächst darin, die eigene Klasse zu finden. Doch nicht nur die Dimensionen der Messe, sondern auch die Vielfalt an Texturen, Farben und Mustern waren beeindruckend. In Kleingruppen konnten wir uns je nach eigenen Interessen über das Gelände bewegen.
Unsere Gruppe besuchte zum Beispiel den Bereich der Designneuheiten. Der Zweck dieser Aussteller besteht vor allem darin, Abnehmer für ihre Entwürfe zu finden. Diese Designs könnten uns in ein paar Jahren zur Verfügung stehen – es war also ein spannender Blick in die Zukunft. Besonders interessant waren für uns Polster- und Dekorationsstoffe. Zwar waren große Stoffverlage leider nicht vertreten, sodass wir deren aktuelle Kollektionen nicht sehen konnten, dennoch ließen wir uns von neuen Designs und Verlagen aus aller Welt inspirieren. Auch aktuelle Trends, wie die häufig verwendete Farbe Beige oder bestickte Stoffe mit haptischen Mustern, konnten wir deutlich wahrnehmen.
Andere Kleingruppen nutzten die Messe gezielt, um passende Materialien für ihre anstehende Gesellenprüfung zu suchen. Im Allgemeinen dient die Messe vor allem dem Verkauf von Designs und Stoffen an Zwischenhändler und Produzenten, doch auch für kleinere Betriebe sind die Messetage durchaus interessant. Dadurch waren viele Aussteller sehr offen für Gespräche. So konnten wir uns unter anderem über Stoffproduktion in Deutschland (z. B. Rohleder) oder über den globalen Vertrieb von Nähmaschinen (Dürkopp Adler) austauschen.
Den Kopf voller Motive, Designs, Strukturen und anderen vielfältigen Eindrücken und natürlich die Tasche voller Visitenkarten, verließen wir erschöpft die Messehallen.


Text und Bilder: Lina und Elias (Klasse BS RAST23+)